Rechtliche Meilensteine

Diese Fragen wurden durch uns gerichtlich geklärt

 

  • Die Voraussetzungen, unter denen arbeitsrechtliche Sonderzahlungen jedweder Art als Neumasseverbindlichkeiten iSv. § 209 Abs. 1 Nr. 2,Abs. 2 Nr. 3 InsO zu berichtigen sind, durch Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 23.03.2017 – 6 AZR 264/16 -, ZIP 2017 = ZInsO 2017, 1281.
  • Das insolvenzrechtliche Vollstreckungsverbot nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit hindert den prüfenden Rentenversicherungsträger nicht daran, rückständige Gesamtsozialversicherungsbeiträge gegenüber dem Insolvenzverwalter durch Leistungs- bzw. Zahlungsbescheid festzusetzen, und zwar trotz der Regelung in § 335 Abs. 3 Satz 2 SGB III in voller Höhe (BSG, Urt. vom 28.05.2015 – B 12 R 16/13 R -, ZIP 2016, 128 = NZI 2016, 2583).
  • Die Frage der Haftung des Insolvenzverwalters für Entgeltansprüche der von der Arbeitsleistung freigestellten Mitarbeiter nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit (OLG Düsseldorf, Urt. vom 27.01.2012 – I-22 U 49/11 -, ZIP 2012, 2115);
  • Die Frage der Berücksichtigung von Unterhaltspflichten gegenüber Kindern im Rahmen der Sozialauswahl allein aufgrund deren Eintragung auf der Lohnsteuerkarte (BAG, Urt. vom 28.06.2012 – 6 AZR 682/10 -, BAGE 142, 225 = ZIP 2012, 1927 = NZA 2012, 1090);
  • Die Voraussetzungen, unter denen dem Schuldner bei Anordnung der „schwachen“ vorläufigen Insolvenzverwaltung  Prozesskostenhilfe zu gewähren ist, durch Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 03.08.2011 – 3 AZB 8/11 -, ZInsO 2012, 1043 = NZA 2011, 1243;
  • Die Frage der Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers einer insolventen Gesellschaft für Personalentwicklung und Qualifizierung wegen materieller Unterkapitalisierung durch Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28.04.2008 – II ZR 264/06 -, BGHZ 176, 204 = ZIP 2008,1232 = ZInsO 2008, 758 – „GAMMA“
  • Die Frage der originären Zuständigkeit des Konzernbetriebsrats bei der Vereinheitlichung einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung innerhalb des Konzerns (BAG, Urt. vom 24.01.2006 – 3 AZR 483/04 -, NZA-RR 2007, 595).
  • Nutzt der Insolvenzverwalter die Mietsache nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens weiter, ohne Vertragserfüllung zu verlangen, stellt der Anspruch des Vermieters auf Nutzungsentschädigung gleichwohl eine Masseforderung dar (BGH, Urt. vom 01.03.2007 – IX ZR 81/05 -, ZIP 2007.778 = NZI 2007, 1594).
  • Erlässt das Insolvenzgericht gem. § 21 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 InsO einen Zustimmungsvorbehalt, können Arbeitsverhältnisse des Schuldners nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters gekündigt werden BAG, Urt. vom 10.10.2002 – 2 AZR 532/01 -, ZIP 2003, 1161 = ZInsO 2003, 817).
  • die Zulässigkeit von Beschäftigungsgesellschaften im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsmodells durch die Urteile des Bundesarbeitsgerichts vom 10.12.1998 und 21.01.1999 (ZIP 1999, 320 ff; ZIP 1999, 1572 ff.)
  • die Frage des Fortfalls des Erstattungsanspruchs gem. § 31 Abs. 1 GmbHG bei Wiederherstellung des Stammkapitals in den Procedo-Urteilen des Bundesgerichtshof vom 29.05.2000 (II ZR 75/98, bislang nicht veröffentlicht; II ZR 118/98, NZI 2000, 417 ff. = ZinsO 2000, 453 ff. = ZIP 2000, 1251 ff.; II ZR 347 97, ZIP 2000, 1256 ff.)
  • die Frage der Zulässigkeit der Kaug-Vorfinanzierung durch das Urteil des Bundessozialgerichts vom 23.03.1995 (ZIP 1995, 935 ff.)
  • die Frage der Anwendbarkeit der Kapitalersatzregeln auf Aktiengesellschaften durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 26.03.1984 (ZIP 1984, 572 ff.)